GESIS - DBK - ZA8410
 

ZA8410: Überregionale Erschließung personenbezogener Quellen zu Angehörigen der bewaffneten Formation des ´Dritten Reiches´ (Deutsche Soldaten 1939 bis 1945)

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Bibliographische Angaben

Zitation Zitation Rass, Christoph; Rohrkamp, René (2009): Überregionale Erschließung personenbezogener Quellen zu Angehörigen der bewaffneten Formation des ´Dritten Reiches´ (Deutsche Soldaten 1939 bis 1945). GESIS Datenarchiv, Köln. ZA8410 Datenfile Version 1.0.0, https://doi.org/10.4232/1.8410
StudiennummerZA8410
TitelÜberregionale Erschließung personenbezogener Quellen zu Angehörigen der bewaffneten Formation des ´Dritten Reiches´ (Deutsche Soldaten 1939 bis 1945)
Aktuelle Version1.0.0, 13.04.2010, https://doi.org/10.4232/1.8410 (Publikationsjahr 2009)
Erhebungszeitraum03.2004 - 08.2007
Primärforscher/ Wissenschaftlicher Beirat, Institution
  • Rass, Christoph - RWTH Aachen
  • Rohrkamp, René - RWTH Aachen

Inhalt

InhaltIn den Personalunterlagen der Wehrmacht finden sich formalisierte Angaben zum Leben, Überleben oder Sterben von Soldaten und Waffen-SS-Angehörigen, aus denen sich detaillierte biographische Skizzen rekonstruieren lassen, die Kriegs- und Vorkriegsbiographie sichtbar machen. Bislang wurden sie vor allem für den Nachweis von Versicherungsansprüchen und im Rahmen der Familienforschung genutzt. Im Gegensatz zu den Personalakten der Offiziere, die mit dem Ende der Bundesarchiv-Zentralnachweisstelle vollständig in die Bestände des Bundesarchiv Militärarchiv in Freiburg übergegangen sind, galten diese Bestände der Geschichtsforschung aufgrund ihrer Überlieferungsstruktur und ihrem scheinbar nur dürftigen Informationsgehalt als wenig attraktiv. Die personenbezogenen Massendaten in den Beständen der ehemaligen BA ZNS, die heute bei der Deutschen Dienststelle (WASt) in Berlin lagern, sind aber durchaus auch für eine quantitativ arbeitende Sozialgeschichte erschließbar. Möglich ist der gezielte Zugriff auf Segmente des Aktenbestandes nach regionalen oder institutionellen Kriterien, der Untersuchungen zulässt, bei denen an die Stelle der Betrachtung einzelner Biographien die komparative Analyse tausender Lebensläufe von Soldaten einer genau definierten Gruppe tritt. Die Langzeitbeobachtung der sozialen Zusammensetzung und des sozialen Wandels in den bewaffneten Formationen des NS-Regimes kann durch diese neu erschlossene Quellenbasis auf eine empirische Basis gestellt werden, die völlig neue Fragestellungen in diesem noch von zahlreichen Desideraten gekennzeichneten Forschungsfeld erlaubt. Das Bundesarchiv ist jedoch nicht die einzige Institution, die personenbezogene Quellen zum Mannschafts- und Unteroffizierspersonal von Wehrmacht und Waffen-SS bewahrt. Bei der Deutschen Dienststelle (WASt) in Berlin befinden sich außerdem die Erkennungsmarkenverzeichnisse (EKV) und die Verlustunterlagen der Wehrmacht sowie - allerdings nur fragmentarisch - vergleichbare Unterlagen der Waffen-SS. Der Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes hat nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges im Rahmen seiner Arbeit die Vermisstenbildliste und die Heimkehrerkartei erstellt, die beide ebenfalls biographische Angaben zu Millionen von Soldaten enthalten. Bereits isoliert bilden diese Bestände eine unverzichtbare Grundlage für Untersuchungen sozialer und institutioneller Strukturen. Es liegt jedoch auf der Hand, dass aus ihrer ganzheitlichen und die Einzelbestände zusammenführenden Erschließung eine sozialhistorische Datenbasis zum Personal von Wehrmacht und Waffen-SS von bisher nicht erreichter Dichte entstehen kann. Die Digitalisierung einer umfangreichen Stichprobe der wichtigsten personenbezogenen Materialien von Mannschaften und Unteroffizieren der Wehrmacht stellt der Forschung Datenmaterial zum Sozialprofil von Wehrmachtseinheiten und dessen Veränderung im Kriegsverlauf in Form einer elektronischen Quellenedition zur Verfügung. Erstmalig wurden dazu systematisch Wehrstammbücher aus den Beständen des Bundesarchivs mit Erkennungsmarkenverzeichnissen aus der Deutschen Dienststelle sowie der Vermisstenbildliste und der Heimkehrerkartei aus dem Archiv des Suchdienstes des Deutschen Roten Kreuzes zusammengeführt, ihre Inhalte erfasst und miteinander verknüpft. In Zahlen heißt das: 75.369 Einträge aus insgesamt 78 Erkennungsmarkenverzeichnissen wurden digitalisiert. Eine Teilmenge von 68.209 dieser Datensätze aus 68 Erkennungsmarkenverzeichnissen konnte für die Bildung der Stichprobe verwendet werden. Der erste Eintrag in diesen Personallisten datiert vom 19. Januar 1939, der letzte vom 11. März 1945. Sie beziehen sich auf 36.683 Individuen. Für 9.903 dieser Soldaten lag ein Wehrstammbuch oder eine vergleichbare Akte vor, die in die Datenbank aufgenommen wurden. Die Stichprobe der Waffen-SS-Angehörigen aus dem Aktenbestand der SS-Ergänzungsstelle West in Düsseldorf umfasst 2.567 Datensätze, die der Luftwaffenangehörigen aus dem Wehrkreis VI 2.524 Akten, aus den Wehrmeldeämtern Aachen und Düren stammen 1.706 bzw. 1.026 Wehrstammbücher. Weitere 810 Einträge betreffen die Wehrmachtangehörigen aus Luxemburg, Elsass-Lothringen und Ostbelgien. Insgesamt befinden sich 18.536 nahezu vollständig digitalisierte Wehrstammbücher in der Datenbank. Zusätzlich wurden aus der Heimkehrerkartei 2.004 und aus der Vermisstenbildliste 1.956 Datensätze erhoben. Da die Personalunterlagen und -karteien Stationen aus der militärischen und zivilen Biographie dokumentieren, gehen die Erkenntnismöglichkeiten, die sich aus dieser Datensammlung ergeben, weit über den militärischen Kontext hinaus. Die erfassten Soldaten im hier vorliegenden Sample bilden einen Querschnitt durch die männliche kriegsdienstpflichtige Bevölkerung: Sie decken das Geburtsintervall von 1878 bis 1930 ab, stammen aus über 4.060 Dörfern und Städten inner- und außerhalb des Deutschen Reichs, verteilen sich auf alle sozialen Schichten, gehörten zwischen 1935 und 1945 42.786 verschiedenen Dienststellen aller Waffengattungen der Wehrmacht an und haben auf allen Schauplätzen des Zweiten Weltkriegs gekämpft. Die vorliegende Datenbank macht der Forschung eine eingeschränkt repräsentative Stichprobe personenbezogener Quellen als virtuellen Quellenbestand zugänglich. Dies schafft neue Möglichkeiten und ist hoffentlich ein Impuls für die Erweiterung einer digitalen Zugänglichkeit historischer Quellen, die der Forschung neue Zugriffs- und Auswertungsmöglichkeiten eröffnet. Themen: Eingabeprotokoll: Quelle, Stichprobe, Wehrstammbuch, Wehrpass, Soldbuch, Gebührniskarte, andere Dokumente, etc.; Personalstammdatei (anonymisiert), Angaben zur Person, Beruf, Konfession, Wehrmeldeamt, spezielle Bemerkungen (z.B. Besitz Führerschein); Erkennungsmarkenverzeichnis: Angaben zur Person, Ehefrau, Einheit(en), Versetzung(en), Grund der Versetzung(en); Dienstgrade, Dienststellen (Art und Datum der Dienstelle); Mitgliedschaft(en) in NS-Organisationen (Art der Organisationen, Eintrittsdatum, event. Austrittsdatum), Bemerkungen; Familienstand: Anzahl der Ehe, Heiratsdatum, Bemerkungen; Angaben zu Musterung, Amt und Datum Musterung, Medizinische Befunde bei Musterung, Körpermaße: (u.a. Größe, Blutgruppe, Schuhgröße, Helmgröße); Angaben zu Eltern, Geschwistern, Kindern; Reichsarbeitsdienst (Dienstelle, Datum, Bemerkungen); Kriegsdienst: vorletzte Einheit: Datum, Feldpostnr., Dienstgrad, Dienststellung; letzte Einheit: Datum, Feldpostnr., Dienstgrad, Dienststellung; Entlassung: Datum, Art der Entlassung (z.B. Ende der Dienstpflicht), Beurlaubung; Gefangennahme (Datum, Ort); Kriegsgefangenschaft (Datum Beginn, Datum Ende, Ort, Region, Gewahrsamsmacht); Heimkehrerkartei: Heimkehr nach Kriegsdienst Heimkehrerkartei: Heimkehr nach Gefangenschaft Heimkehrerkartei: nach Station Orden und Auszeichnungen (Art der Auszeichnung, Verleihungsdatum); Strafen (Verhängungsdatum, Verhängungsstelle, Art und Strafmaß, Angaben zum Strafverhalten, weitere Bemerkungen); Vorstrafen (Art der Vergehen, Urteile, Strafen, Bemerkungen); Verwundungen (Datum, Ort, Art der Verwundung(en), Datum- und Ort der Lazarettaufenthalt(e), Sanitätsdienststellen); Gefallenenkartei (Datum und Ursachen); Vermisstenkartei, Vermisstenbildliste, Fundstellen Vermisstenbildliste; Gescannte Dokumente (Dokument-ID, Beschreibung); Stichprobe I : Aachen-Düren; Stichprobe II: Eupen-Malmedy, Luxemburg, Elsass-Lothringen; Stichprobe: Waffen-SS; Abgleichdateien: Erkennungsmarkenverzeichnis / Hauptstichprobe Heimkehrerkartei / Hauptstichprobe Vermisstenbildliste).
Kategorien Kategorien
  • Daten Historischer Studien

Methodologie

Untersuchungsgebiet
  • Deutsches Reich (1871-1945) (DXDE)
GrundgesamtheitSoldaten des ´Dritten Reiches´
Auswahlverfahren Auswahlverfahren
Konstruierte Clusterstichprobe.
Erhebungsmodus Erhebungsmodus
Aktenanalyse.
Erhebungszeitraum
  • 03.2004 - 08.2007

Errata & Versionen

VersionDatum, Name, DOI
1.0.0 (aktuelle Version)13.04.2010 Versionsnummer automatisch erzeugt (Einführung einer einheitlichen Versionierung) https://doi.org/10.4232/1.8410 (Publikationsjahr unbekannt)
Errata in aktueller Version
keine
Versionsänderungen

Weitere Hinweise

Anzahl der Einheiten: 36680
Daten-Typ: Access, Excel
Analyse-System(e): Access, Excel

Veröffentlichungen

Veröffentlichungen
  • Rass, Christoph; Rohrkamp René: Deutsche Soldaten 1939-1945: Handbuch einer biographischen Datenbank zu Mannschaften und Unteroffizieren von Heer, Luftwaffe und Waffen-SS, Ergänzte Ausgabe, Aachen 2009.
  • Rass, Christoph; Rohrkamp, René: Zur Bedeutung der digitalen Erfassung personenbezogener Massendaten für die (militär-) historische Sozialforschung, in: Deutsche Soldaten 1939-1945: Handbuch einer biographischen Datenbank zu Mannschaften und Unteroffizieren von Heer, Luftwaffe und Waffen-SS, herausgegeben von Christoph Rass und René Rohrkamp, Aachen 2007, S. 33-53.
  • Rass, Christoph: “Menschenmaterial” - Deutsche Soldaten an der Ostfront. Innenansichten einer Infanteriedivision 1939-1945 (=Krieg in der Geschichte Band 17), Paderborn 2003
  • Rass, Christoph: Biographie und Sozialprofil - Neue Wege zu einer Sozialgeschichte der Wehrmacht, in: Militärische Erinnerungskultur: Soldaten im Spiegel von Biographien, Memoiren und Selbstzeugnissen, herausgegeben von Michael Epkenhans, Stig Förster und Karen Hagemann, Paderborn 2006, S. 188-211.
  • Rass, Christoph: Das Sozialprofil von Kampfverbänden des deutschen Heeres 1939 bis 1945, in: Die deutsche Kriegsgesellschaft 1939 bis 1945. Erster Halbband: Politisierung, Vernichtung, Überleben. Im Auftrag des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes, herausgegeben von Jörg Echternkamp, München 2004 (= Das Deutsche Reich und der Zweite Weltkrieg, 9/1), S. 641-741.
  • Rass, Christoph: The Social Profile of the German Army’s Combat Units 1939-1945, in: Germany and the Second World War, Volume IX/I: German Wartime Society 1939-1945: Politicization, Disintegration, and the Struggle for Survival, Oxford 2008, S. 671-770.
  • Rass, Christoph: Militärische Personalakten als Quelle der Biografieforschung, in: Unsichere Zeiten. Herausforderungen gesellschaftlicher Transformationen. Verhandlungen des 34. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in Jena 2008, herausgegeben von Hans-Georg Soeffner, Wiesbaden [erscheint 2010].
  • Rohrkamp, René: Weltanschaulich gefestigte Kämpfer”: Soldaten der Waffen-SS 1933-1945 - Organisationsgeschichte - Personalwesen – Sozialstruktur, Diss. Aachen 2009.
Relevante Volltexte
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